Studentenwohnheim Bioniq

Der 4-geschossige Neubau des Studentenwohnheims „Bioniq“ wird als modulares, nachhaltiges Passivhaus in Holzbauweise erstellt. Dieses Bausystem wird als Pilotprojekt für deutschlandweite Universitäts-Standorte mit stark eingeschränktem Wohnraum betrachtet.

Abgesehen von den Treppenhauswänden werden alle tragenden Wände in Holzständerkonstruktion ausgeführt und mit flächigen Holzplattenwerkstoffen ausgesteift. Die Deckenkonstruktion besteht aus massiven Brettsperrholzplatten, welche jeweils als Dreifeldträger über zwei Wohnungstrennwände spannen. Die Fassade wird als in sich tragende Konstruktion an die Deckenplatten angehängt. Aufgrund der Anordnung behindertengerechter Wohnungen im EG fungieren die Trennwände der schmäleren Wohnungen im 1.OG als wandartige Träger, ausgeführt als Holzfachwerkkonstruktion. Das Gebäude erfüllt die strengen KfW-40-Standards und wurde entsprechend vom Bund gefördert.

Werner Sobek entwickelte – ausgehend von detaillierten Klimaanalysen und Standortsimulationen – ein hoch effizientes Energiekonzept. Es beinhaltet den Einsatz von flexiblen Sonnenschutzelementen und die Nutzung von regenerativen Energiequellen (Photovoltaik und Geothermie). Dies dient einer hohen Lebenszyklusqualität des gesamten Gebäudes. Geothermie wird über eine Wärmepumpe zum Heizen und Kühlen des Gebäudes eingesetzt. Die Wärme dient zur Erwärmung der Räume über eine Fußbodenheizung. Im Sommer dient sie zur Temperierung. Die Warmwasserbereitung erfolgt ebenfalls über die hocheffiziente Wärmepumpe.

Architektur
SEHW, Berlin/Deutschland
deluse architects, Berlin/Deutschland

Planungszeit
2011 – 2012
2019 – 2020

Ausführungszeit
2020 – 2021

Leistungen von Werner Sobek
Tragwerksplanung (LPH 1 – 6 + 8 gem. HOAI)
TGA (LPH 1 – 6 gem. HOAI)
Bauphysik inkl. Wärme- und Schallschutz (LPH 1 – 6 gem. HOAI)
KfW “Effizienzhaus 40” Planung und Nachweis
PV und Batterie Simulationen

BGF 
2.700 m²

Auftraggeber
Bioniq Greifswald GmbH, Berlin/Deutschland

Fotografie
Branislav Jesic, Berlin/Deutschland

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