Messeturm Frankfurt

Das zweithöchste Gebäude Deutschlands – der Messeturm in Frankfurt am Main – wurde 1991 eröffnet. Aufgrund seiner besonderen Form wir der Messeturm von den Bewohnern Frankfurts auch „Bleistift“ genannt.

17 m hohe Glasfassade – Art Déco trifft auf Transparenz

Der Eingangsbereich des von Helmut Jahn entworfenen Gebäudes wurde 30 Jahre nach der Eröffnung umgebaut. An allen vier Gebäudeseiten wurden großformatige Verglasungen eingesetzt, die die Lobby nach außen hin öffnen. Die verwendeten Glasscheiben sind circa 17 m x 2,8 m groß und wiegen jeweils 6 t. Es sind weltweit die größten gebogenen Isolierglasscheiben (laminationsgebogene Glaselemente), die je in einem Gebäude verbaut worden sind. Dabei wurden technischen Grenzen des Möglichen und Zulässigen ausgelotet.

Aufgrund der Vergrößerung der thermischen Hülle durch einen Vorsprung nach außen wurde die Fassade durch eine thermisch getrennte Dachkonstruktion ergänzt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde der innenliegende Aufzugskern zudem mit einer hinterleuchteten zylindrischen Glasfassade verkleidet – der sogenannten „light wall“. Dabei kamen gebogene Verbundglasscheiben mit 2 x 6 mm TVG (Teilvorgespanntes Glas) mit einer 50 % transparenten Folie zum Einsatz. Die „light wall“ erstreckt sich insgesamt auf 1.100 m².

Werner Sobek zeichnete für die Tragwerksplanung und die Fassadenplanung verantwortlich.

Architektur
Jahn, Chicago/USA

Planungszeit
2018 − 2019

Ausführungszeit
2019 − 2021

Leistungen von Werner Sobek

  • Tragwerksplanung (LPH 1 − 6)
  • Fassadenplanung (LPH 1 − 6)

Auftraggeber
MesseTurm PropCo S.a.r.l./Luxemburg

Foto
Werner Sobek, Stuttgart/Deutschland

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